Zusammenhalt in der Krise in einer Start Up Community

Wie schafft man es, trotz physischer Abwesenheit eine Startup-Community zusammenzuhalten? Darüber haben wir uns mit Wayra Deutschland GmbH Geschäftsführer Florian Bogenschütz unterhalten.

Florian Bogenschütz ist Geschäftsführer der Wayra Deutschland und ist selbst erfahrener Unternehmer mit einem eigene Start Up. Er erzählt uns, wie das Wayra Team momentan die Community zusammenhält, welche Veränderungen es gab und welche positiven Auswirkungen durch die Pandemie entstehen.

Dieser Artikel basiert auf einer Hallo Home Office Podcast Episode. Das heißt wenn du dir unser Gespräch mit Florian gerne anhören magst, geht es hier entlang: Episode Tag 24

Was ist Wayra?

Wayra ist die Innovation Hub der Telefonica, weltweit gibt es 11 verschiedene Wayra Locations. Wayra bringt Start Ups und Konzerne zusammen. Dabei gehen sie mit einem Venture Client Modell vor und bringen dadurch Innovationen und Start Ups in den Konzern. Diese Start Ups werden von der Telefonica unterstützt und es wird in einzelne investiert. Ebenfalls bietet Wayra einen Co Working Space im Zentrum von München, in dem auch wir, das TALENTS Team, seinen Hauptsitz hat.


All about Florian Borenschütz

Florian hatte bereits sein eigenes Start Up, in welchem ausschließlich Remote gearbeitet wurde. Dadurch war es für ihm keine große Umstellungen. Die Systeme sind alle auch im Home Office verfügbar, das einzige was fehlt sind die Leute um einen rum.


„Ich sage immer zu meinen Leuten: Wie die Leute arbeiten, wo, wann - ist mir völlig egal. Wenn ihr nackt mit Cola eingerieben nach auf dem Mond arbeiten wollt, könnt ihr das machen.“


1:1 mit dem Team hat Florian nach einem Lagerkoller, den jeder von uns wohl mittlerweile schon hatte, nach draußen verlegt. Somit werden Meetings nun während des Spaziergangs erledigt und auch sonst wird viel telefoniert um in Verbindung zu bleiben und die Beziehungen innerhalb des Teams zu stärken.


Wie hat sich die Krise auf die Community ausgewirkt?

„Wir haben das alles schon kommen gesehen.“ meint Florian. Das Team hat die Situation frühzeitig erkannt und auch richtig eingeschätzt. Zusammen wurde ein Plan aufgestellt und es wurde der Community transparent offengelegt, welche Maßnahmen ergriffen werden und was die nächsten Schritte sind. Am Anfang wurden Events abgesagt, danach wurden das Freitags Get-Together abgesagt, bei dem ein Großteil der Wayranians zusammenkommen. Als sich die Situation verschärft hat, wurde gebeten im Home Office zu bleiben und zuletzt mussten dann auch das Wayra schließen. Im Hintergrund waren in dieser Zeit viele harte Entscheidungen zu treffen aber in der Community wurde stets ruhig kommuniziert, wodurch keinerlei Panik entstand und jeder genug Zeit gefunden hat um sich mit der Situation zu organisieren.


Eine Community mit um die 100 Personen digital zusammenhalten

Eine Aufgabe, die wie ein riesiger, „unerklimmbarer“ Berg erscheint. Doch das Wayra Team hatte auch dafür einen Plan.

Community Events wie der Breakfast Club wurden einfach in Videocalls umgewandelt, außerdem wird immer aktiv über Social Media mit den Mitgliedern von Wayra kommuniziert. Das Ziel: Den Zusammenhalt und das Team Feeling am Leben zu halten.

Ein offener Zoom „Raum“ ermöglicht es ebenfalls den ganzen Tag zu kommunizieren, als würde man nebeneinander stehen und in der Küche kurz einen Kaffee trinken.

Sowohl Geschäftsführer Florian aber auch Community Manager Moritz bieten außerdem proaktiv auch Einzelgespräche an, um über Berufliches oder Privates mit jedem einzelnen Community-Mitglied zu sprechen. Falls einem also mal die Decke daheim auf den Kopf fällt oder man einfach finanzielle Schwierigkeiten hat, erhält man jederzeit Unterstützung vom Team.

Man kann sagen: Es wird alles getan, um uns, die Wayra Community, zusammen zu halten.


Wir sollten aus der Krise etwas mitnehmen

Durch die Krise ist bei Florian persönlich eine neue Zeitplanung entstanden. Man fokussiert sich mehr auf Dinge, die man machen will und Personen, die einem am Herzen liegen. Man könnte es fast als Entspannung von alltäglichen Verpflichtungen sehen.

Wenn man auf den Geschäftlichen Bereich blickt, lässt sich feststellen, dass auch hier positive Veränderungen stattgefunden haben. Reisen, welche im Telefonica Konzern scheinbar unmöglich vermeidbar waren, werden nun durch digitale Meetings ersetzt. Vielleicht muss man also nicht immer durch die Welt reisen, sondern es reicht ein Meeting im Jahr um sich persönlich zu sehen?

Auf die Start Up Szene bezogen meint Florian: „Die Startups die diese Situation überleben, sind Survival of the fittest.“ Viele neue soziale und unentgeltliche Projekte entstehen, was auch wiederum für eine gute Entwicklung spricht.

Auf gesellschaftlicher Ebene meint Florian, wird man sich zukünftig mehr auf die ökologische Marktwirtschaft beziehen. Auch wenn die Krise momentan schlimm ist, dreht sich nämlich die Welt weiter.


Wie geht es weiter?

Was nicht vergessen werden darf: Wie geht es weiter, wenn das alles vorbei ist? Die ersten Events und Milestones werden vom Wayra Team schon geplant um zu zeigen, dass sich auch nach der Krise etwas befindet.


„Der Rahmen kommt von Wayra aber das meiste kommt von der Community. In diesem Sinne: Chapeau an die Wayra Community!“


Ihr habt Interesse an der Wayra Community und an dem Venture Capital Modell? Wayra investiert weiterhin in Start Ups! Infos über Wayra

Falls ihr euch mit Florian Bogenschütz in Kontakt setzen wollt, kontaktiert ihn über LinkedIn.

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